Date:Januar 19, 2016

Malafiz

Pfingstweekend 2015

Es war ein Samstag Morgen und die Sonne zwang diejenigen, die ihre Augen nicht mit sogenannten „Sonnenbrillen“ schützten, ihre Augen zusammen zu kneifen. Bereits jetzt waren es gefühlte 30 Grad im Schatten und manche Hemden klebten bereits da an den muskelbepackten Körpern.
Die Horde, die sich Malafiz nannte, versammelte sich vor dem Monséjour und die tapferen Männer verabschiedeten sich von ihren Müttern. Obwohl niemand seine Liebe zu seiner Mutter wirklich zugeben konnte, verdrückte manch einer ein Tränchen.

Schnell waren die schweren Rucksäcke, natürlich nur gefüllt mit Fleisch, gebuckelt und die tapferen Männer machten sich zielstrebig auf den Weg. Mit ernstem Blick marschierten sie über die Telleren, an Immensee vorbei Richtung Arth und fanden schliesslich Rast bei einer alten Hütte nah am Wald. Die Rucksäcke klebten förmlich am Rücken und diejenige, die überhaupt noch ein Hemd trugen, hatten jetzt nur noch einen nassen „Lumpen“ an sich.

Kaum die Rucksäcke abgelegt, machten sich bereits alle auf Erkundungstour, wo man am besten die Zelte stellen kann. Mit Militärblachen wurden Zelte gebaut, die selbst dem stärksten Sturm getrotzt hätten. Doch die, die auf Nummer sicher gehen wollten, richteten sich einen Schlafplatz in der Hütte im Stroh ein.

Die Dämmerung brach schnell herein und die Horde fleischhungriger Männer versammelte sich vor dem Lagerfeuer. Man hatte auf Entrecôte gehofft, doch sie mussten sich mit Schnitzel zufrieden geben. Auf dem Feuer gegrillt und zwischen zwei Broten gegessen, manch einer nennt es „Schnitzelbrot“, war das Fleisch schnell verspeist. Und obwohl Manche, übereilig wie sie waren, eher eine rohe Schuhsohle assen, sassen alle mit geblähtem Bauch gemütlich ums Feuer und genossen das Rauschen des Baches nebenan.
Als sich die Augenlieder immer mehr der Schwerkraft hin gaben, beschlossen allmählich alle ihr Nachtlager aufzusuchen und langsam dem Schlafe zu verfallen.

Am nächsten Morgen stärkten sich alle mit einem Konfibrot und machten sich bald wieder auf den Weg nach Hause in die Arme der Mutter.

Dieses Mal allerdings mit dem Bus.
Alles in allem, ein rundum gelungenes Pfingstweekend.